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Nahrungsmittelallergie

ObstNahrungsmittelallergien sind seltener als vermutet. Schätzungen gehen von einer Häufigkeit von 1,5 Prozent unter der erwachsenen Bevölkerung aus, bei Kindern unter drei Jahren sind es etwa fünf Prozent. Die Symptome zeigen sich vor allem als Hautausschläge; gelegentlich sind auch die Atemwege betroffen (bis hin zu Asthma), seltener Magen und Darm mit Durchfall und Blähungen.

Die Reaktion kann innerhalb weniger Minuten eintreten oder erst nach Stunden. Alkohol und körperliche Anstrengungen können die Symptome verstärken.

Nahrungsmittelallergien sind oft sehr schwer zu erkennen - etwa, weil sie manchmal nur selten auftreten, weil die Reaktion verzögert ist oder weil sich manche Allergene als nicht deklarierte Zusatzstoffe verstecken. Wer eine Allergie vermutet, dem bleibt daher meist keine andere Wahl, als eine Zeit lang täglich genau aufzulisten, welche Nahrungsmittel verzehrt wurden. Kommt man dem Auslöser auch so nicht auf die Schliche, sollten, jeweils für einige Tage gezielt nur wenige Nahrungsmittel ausprobiert werden.

Typische Nahrungsmittelallergien

Nüsse90 Prozent aller erwachsenen Nahrungsmittelallergiker reagieren auf einige wenige Allergene: Erdnüsse und andere Nüsse, Fisch und Schalentiere. Bei Kleinkindern sind die häufigsten Auslöser Hühnerei, Milch, Erdnüsse, Soja und Weizen. Verantwortlich für die Reaktion sind meist bestimmte Eiweissstoffe, die in den entsprechenden Nahrungsmitteln enthalten sind. Häufig sind auch Allergien gegen Sellerie, Spinat, Kohl, Erbsen, Bohnen, Obst (Erdbeeren, Äpfel, Pfirsiche, Südfrüchte), Bier, Gewürze, Nüsse, Schokolade und Rotwein. Dabei spielen auch Kreuzallergien mit Pollen eine Rolle.

Verwandte Krankheitsbilder

Häufig wird eine Nahrungsmittelallergie mit einer Unverträglichkeit verwechselt. Ein typisches Beispiel ist Kuhmilch: Wird sie nicht vertragen, kann das unterschiedliche Ursachen haben: Es kann ein Enzym fehlen, das für die Verdauung des Milchzuckers notwendig ist. Dieser Enzymmangel ist bei Asiaten beispielsweise häufig. Von einer Allergie kann der Laie aber die Symptome kaum unterscheiden. Eine Möglichkeit, dies zu testen, besteht in der Zugabe von zusätzlichem Enzym, mit dem sich ein Mangel beheben liesse.